Briefbogen richtig gestalten

Alles Neue macht der Mai! Und was wäre da passender als seine Geschäftsausstattung mit neuen Briefbögen zu versehen. Auch wenn heutzutage vieles Online passiert, ist der gute alte Brief im Geschäftsleben nach wie vor unentbehrlich. Neben dem Inhalt ist natürlich die Gestaltung des Briefes besonders wichtig. Der erste Eindruck zählt bekanntermaßen und dabei kann hochwertiges Briefpapier mit entsprechendem Layout sehr nützlich sein. Was bei der Gestaltung des eigenen Briefbogens zu beachten ist, wird nun der folgende Artikel verraten.

Briefbogen im Corporate Design
Wenn ein Unternehmen mit seinem Briefbogen etwas aussagen möchte, sollte der individuellen Gestaltung natürlich Beachtung geschenkt werden. Viele Unternehmen nutzen deswegen einen individuell gestalteten Briefbogen, der auf ihr Corporate Design angepasst ist. Das Corporate Design umfasst die visuelle Darstellung eines Unternehmens nach innen und nach außen. Dazu zählt z.B. ein eigenes Logo mit einem bestimmten Schriftzug und entsprechender Farbwahl. Durch ein einheitliches und individuelles Design erhält das Unternehmen schließlich einen bestimmten Wiedererkennungswert, mit dem es sich von der Konkurrenz unterscheiden lässt. Zu einem professionellen Corporate Design zählen sowohl eine tadellose Typografie wie auch ein versiertes Design. Die Gestaltung des eigenen Firmenlogos z.B. sollte dabei keinem Zufall überlassen werden. Es ist zwar möglich einen Geschäftsbrief innerhalb weniger Sekunden mittels einer Vorlage zu erstellen, allerdings ist hier die Frage, ob die gewünschte Wirkung damit erzielt werden kann. Die Zeit -und Kostenersparnis steht dabei oft in keinem Verhältnis. Daher ist es ratsam für das Corporate Design professionelle Grafiker zu beauftragen.

DIN NORM 5008
Nach der Festlegung des Corporate Designs, ist es zur Gestaltung des eigenen Briefbogens wichtig zu wissen, welche Elemente zu einem Brief gehören. Hierbei ist die Anordnung von Zahlen, Ziffern, Telefon- und Postfachnummern sowie Adressangaben zu beachten. Ganz detailliert ist das in der 2001 verfassten DIN-Norm 5008 “Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung” zu finden:

  1. Zeilen beginnen an der Fluchtlinie, 2,5 cm vom linken Blattrand entfernt. Die einzelnen Absätze des Briefes werden jeweils durch eine Leerzeile voneinander getrennt.
  2. Der klein gedruckte Absender über dem Anschriftenfeld („Rücksendeangabe“) enthält die Adresse gegebenenfalls in verkürzter Form. Bei normgerechter Platzierung und entsprechender Faltung des Briefblattes passt auch diese Zeile in das Fenster einer Fensterbriefhülle.
  3. Das EDV-gerechte Anschriftenfeld ist 9-zeilig nach internationaler Normung aufgebaut: 3 Zeilen für die Zusatz- und Vermerkzone (ZVZ), 6 Zeilen für die Anschriftzone (AZ). Die obere Zeile bzw. Zeile 3 (in der Vermerkzone wird von unten nach oben gezählt) steht bei einem Briefkopf nach Form A ca. 3,4 cm unterhalb des oberen Blattrandes. Leerzeilen innerhalb der Anschrift sind nicht vorgesehen. Alle Zusätze stehen unmittelbar über der Empfängeradresse, die grundsätzlich in der 4. Zeile beginnt. Bei Auslandsanschriften werden Bestimmungsort und Land in Großbuchstaben geschrieben. Soll zusätzlich zum Bestimmungsort ein Ortsteil angegeben werden, wird dieser über der Straße eingeschoben (siehe auch Infobroschüre der Post vom 1. Juli 2006).
    • 3. ZVZ – z. B. elektronische Freimachungsvermerke
    • 2. ZVZ – z. B. Vorausverfügung Nicht nachsenden!
    • 1. ZVZ – z. B. Einschreiben / Recommandé
    • 1. AZ – Firma (= Name des Unternehmens)
    • 2. AZ – Anrede, ggf. Berufs- oder Amtsbezeichnungen
    • 3. AZ – ggf. Akademische Grade (z. B. Dr., Dipl.-Ing., Dipl.-Hdl.), Name
    • 4. AZ – Straße/Hausnummer (ggf. // App.-Nr.) oder Postfach
    • 5. AZ – Postleitzahl und Bestimmungsort
    • 6. AZ – (LAND)
  4. Die Bezugszeichenzeile enthält die Bezugszeichen des Absenders, also Angaben zum bisherigen Schriftverkehr, die Durchwahlnummer, den Namen der Sachbearbeiterin oder des Sachbearbeiters, das Datum und gegebenenfalls Diktatzeichen (z. B. fan8-cc). Das Datum wird numerisch 2006-06-07 (JJJJ-MM-TT) oder alphanumerisch 7. Juni 2006 geschrieben (Datumsformat nach ISO 8601). Die Angaben werden unter die vorgedruckten Leitwörter geschrieben. – Alternativ zur Bezugszeichenzeile steht vielfach rechts neben dem Anschriftfeld ein Informationsblock.
  5. In einer Kommunikationszeile rechts neben der letzten Zeile des Anschriftfelds können z. B. Telefonnummer und/oder Faxnummer stehen. Die E-Mail-Adressierung, die Bankverbindung(en) mit Bankleitzahl und IBAN und weitere wichtige Geschäftsangaben – wie z. B. Handelsregistereintragung und Umsatzsteuer-Identifikation-Nummer – werden normalerweise in der Fußzeile des Schreibens angegeben.
  6. Der Betreff in Form einer stichwortartigen Inhaltsangabe beginnt an der Fluchtlinie, wird nicht unterstrichen und endet ohne Punkt. Er kann durch Fettschrift und/oder Farbe hervorgehoben werden. Das Wort Betreff selbst wird nicht mehr geschrieben. Unter dem Betreff bleiben zwei Zeilen frei.
  7. Die Anrede ist mit einer Leerzeile vom folgenden Text abzusetzen.
  8. Der Text wird mit Zeilenabstand 1 (einzeilig) geschrieben und durch Leerzeilen gegliedert.
  9. Der Gruß beginnt an der Fluchtlinie und wird durch eine Leerzeile vom Text abgetrennt.
  10. Nach der Grußformel folgt mit einer Leerzeile Abstand die Bezeichnung des Unternehmens bzw. der Behörde.
  11. Der Abstand für die maschinenschriftliche Unterzeichnerangabe(n) richtet sich in der Praxis nach der Notwendigkeit. Die Muster der DIN 5008 zeigen einen Abstand von drei Leerzeilen.
  12. Anlagen- und Verteilvermerk werden durch eine Leerzeile abgetrennt unter den Unterzeichnernamen oder mit einer Leerzeile Abstand vom Text rechts (bei 125 mm von der linken Blattkante) neben den Grußteil geschrieben.

Nach der ganzen Theorie hier nun ein Beispiel eines Geschäftsbriefes nach DIN 5008:

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Dabei ist die DIN Norm mehr als Orientierung gedacht und die Verwendung je nach Geschäftsfeld mehr oder weniger dringend einzuhalten. Bei Behörden ist die Verwendung der DIN Norm Pflicht, während bei kreativen Berufsfeldern die individuelle Note umso wichtiger ist.

Die richtige Papierwahl

Sind die Briefbogen nach DIN- oder seiner eigenen Norm gestaltet, sollte das Design auf entsprechendem Papier zur Wirkung kommen. Dabei bietet Discountdruck von Recyclingpapier über Design Offset hochwertiges Papier für jeden Anlass. Falls Ihr noch nicht wisst, welches Papier am besten geeignet ist, empfehlen wir unser kostenfreies Druckmusterbuch. In der Mappe findet Ihr die beliebtesten Papiere, die wir als Top-Papiere innerhalb der Produktübersicht auf unserer Homepage anbieten. Die Auswahl der beinhalteten Papiere reicht von Naturpapieren, über Bilderdruckpapieren, bis hin zu Aufkleberkonstruktionen  und Großformatmaterialien.  Zu beachten ist allerdings, dass bei der Wahl des Papieres für Briefbogen und Umschlag das Gewicht von 20 Gramm als Portogrenze für den Standardbrief die Versendung eines Standardbriefes nicht überschritten wird.


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CMYX und RGB – Erklärung des Farbmodus

Nachdem wir über die Wirkung von Farben einzeln und in Kontrasten geschrieben haben, werden wir nun etwas fachspezifischer. In dem folgenden Artikel werden wir den in der Druckbranche geläufigen Begriff „CMYK-Farbraum“ sowie „RGB-Farbraum“ unter die Lupe nehmen. Für den Druck im Offsetdruckverfahren ist die Wahl des richtigen Farbmodus sehr wichtig, damit es zu keinen unvorhersehbaren Farbabweichungen kommt. Damit ihr zukünftig solche Farbabweichungen auf Euren Druckerzeugnissen vermeiden könnt, erläutern wir Euch nun die Besonderheiten der CMYX- und RGB-Farbmodi.

Der Farbmodus in der Theorie

Allgemein kann man zwei relevante Farbmodi unterscheiden: Den additiven RGB-Modus (bestehend aus Rot, Grün und Blau) und den subtraktiven CMYK-Modus (bestehend aus Cyan=Blau, Magenta=Rot, Yellow=Gelb und Key=Keycolour=Schwarz). Im CMYK-Modus wird auch letztlich gedruckt. Im konventionellen Offsetdruckverfahren wird meist via CTP (Computer to Plate) jeweils eine Druckplatte für jede der vier Farben belichtet. Diese Druckplatten werden in das entsprechende Druckwerk eingespannt. Die einzelnen Papierbögen durchlaufen dann die Druckwerke und nacheinander werden alle benötigten Farben aufgebracht. Somit entsteht im Übereinanderdruck der 4 Farben das spätere Gesamtbild.

CMYK-Colour

Quelle: Wikipedia.org

Bei der subtraktiven Farbmischung im CMYK Modus ergibt sich Schwarz durch die Mischung aller Farben. Allerdings ergibt sich aus 100 % Cyan, 100 % Magenta und 100 % Gelb eher ein schmutziges Braun als ein richtiges Schwarz. Deshalb gibt es in diesem Farbsystem zusätzlich die vierte Farbe Schwarz (K = Key).  Damit wird ein reines Schwarz im Druck aus 0 % Cyan, 0 % Magenta, 0 % Gelb und 100 % Schwarz (0|0|0|100) gebildet.

Mit RGB wird vielmehr eine Farbwahrnehmung bezeichnet, wie z.B. am Fernsehbildschirm. Hier werden die drei Grundfarben Blau, Grün und Rot durch Licht „gemischt.“ Durch das Licht entstehen vielfältige Farbeindrücke, weswegen RGB auch als additive Farbmischung bezeichnet wird. Wenn man Blau, Grün und Rot in gleicher Helligkeit addiert, so wird der Farbton Weiß wahrgenommen.

CIE-Normfarbtafel mit RGB-Farbraum
Die CIE-Normfarbtafel mit eingezeichnetem Adobe-RGB-(1998)-Farbraum: Die Farbendarstellung der Grafik dient nur zur Orientierung. Der Adobe-RGB-(1998)-Farbraum umfasst nur die Farben innerhalb des eingezeichneten Dreiecks und enthält einen beträchtlichen Anteil wahrnehmbarer Farben nicht.
Quelle: http://de.wikipedia.org

Der Farbmodus in der Praxis

Es ist zu beachten, dass die meisten Bilddaten wie z.B. Fotos von der Digitalkamera erst einmal im RGB-Modus vorliegen. Um diese Bilddaten im Offsetdruck ohne Farbabweichungen drucken zu können, müssen sie daher in den CMYK-Modus umgewandelt werden. Jedoch ist der CMYK-Farbraum kleiner als der RGB-Farbraum, daher können im Offsetdruck nicht alle am Monitor verfügbaren Farben reproduziert werden. Normalerweise werden entsprechende ICC-Profile verwendet, damit das Farbergebnis auf allen Ein- und Ausgabegeräten möglichst identisch ist. Mit Grafikprogrammen wie Adobe Photoshop oder InDesign lässt sich das zu erwartende Druckergebnis fast simulieren. Allerdings ist ein kalibrierter Monitor dafür Voraussetzung. Wenn ihr komplette Flyer, Plakate oder andere Druckprodukte nur in schwarz-weißem Layout drucken wollt, dann ist auf Folgendes zu achten: Entweder müssen die Daten als Graustufendokument gespeichert werden oder im CMYK-Modus lediglich mit Farbinformationen im Schwarzkanal angelegt werden. Denn wenn Cyan, Magenta oder Yellow mit ins Spiel kommen, entstehen aus dieser Mischung eher dunkle Braun- oder Blautöne anstatt ein tiefes Schwarz.

Der Druck mit Sonderfarben

Mit dem CMYK-Modus lassen sich zwar vielfältige Farben mischen, jedoch ist es damit nicht möglich das gesamte Farbspektrum abzubilden. Ganz spezifische Farbtöne sind aber insbesondere dann wichtig, wenn Sie im Erscheinungsbild des Unternehmens (Logo) auftreten. Damit man z.B. bei Briefumschlägen (link) das sogenannte Corporate Design einhalten kann, empfiehlt sich hier der Druck mit Sonderfarben. Diese Sonderfarben sind vordefinierte Farbtöne, die mit Nummern bezeichnet werden. Als gängige Sonderfarben gibt es den Farbkatalog der HKS Farben (http://www.hksfarben.de/) sowie der Pantone Farben (http://www.pantone.de/).

hks-farbenpantone2

Bei Discountdruck kann man z.B. Briefumschläge mit einer Sonderfarbe anlegen. Wenn ihr dieses Produkt mit einer HKS-Sonderfarbe gewählt habt, dann legt diese Sonderfarbe einfach im Dokument als Volltonfarbe mit der exakten Bezeichnung ohne Leerstellen (z.B. HKS13) an. Im späteren Bestellvorgang muss der HKS-Farbwert zusätzlich im dafür vorgesehenen Auswahlfeld angegeben werden. Mit diesen Sonderfarben ist es möglich, Farbtöne zu drucken, die außerhalb des CMYK-Farbbereichs liegen. Somit ist es auch möglich, Effektfarben oder sehr gesättigte Farben auf die unterschiedlichen Materialien zu drucken. Beim Anlegen dieser Sonderfarbe in der Bilddatei solltest du vermeiden, dass bereits eine andere Prozessfarbe überdruckend angelegt wird. Also sollte die „Überdrucken-Funktion“ deaktiviert sein. Ansonsten kann es passieren, dass angelegte Objekte verdeckt werden oder das Farbergebnis der Sonderfarbe beeinträchtigt wird.

Bei der Verwendung von Sonderfarben in den Druckdaten empfiehlt sich daher dringend, die Ausgabevorschau der jeweiligen Software zu bemühen. So können schwerwiegende Fehler vermieden werden. Dafür bieten wir z.B. immer einen kostenlosen Datenproof: Screenproof bei Discountdruck:


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Photoshop Touch für iPhone und Android-Smartphones

Bildbearbeitungs-Software für die Hosentasche! Adobe hat jetzt mit Photoshop Touch eine Bildbearbeitungs-Software für iPhone und Android veröffentlicht.

Nachdem vor ca. einem Jahr Adobe Photoshop Touch für Tablets heraus gebracht hat, können nun auch Smartphone-Besitzer diese App nutzen. Somit ist es möglich, die eigenen Fotos unterwegs zu beschneiden, die Ausrichtung zu ändern, Farbsättigung und Belichtung einzustellen sowie verschiedene Effekte anzuwenden. Für 4,49 Euro kann man sich die App zur Bildbearbeitung für Android (ab Modell 4.0) und iPhone (ab Version4S) herunterladen.

Wer über einen kostenlosen Photoshop-Account mit 2-GByte Online-Speicherplatz verfügt, kann seine Bilder auch direkt vom Gerät aus hochladen und mit seinen Freunden teilen. Photoshop Touch erledigt zudem die Synchronisation zwischen unterschiedlichen Geräten automatisch und berücksichtigt dabei auch Auflösung und Layer. Somit kann man die Bildbearbeitung am Smartphone beginnen und später am Rechner beenden. Zudem gibt es noch einige Besonderheiten: die Scribble Selection. Dabei kann der Nutzer kann mit seinem Finger erstaunlich präzise Bereiche markieren, um diese beispielsweise auszuschneiden oder zu bearbeiten. Eine weitere Besonderheit ist das Camera-Fill-Feature. Camera Fill ermöglicht es, das Livebild der im Smartphone integrierten Kamera in eine Ebene einzufügen.

Viel Freude beim Ausprobieren!


Quelle:  www.adobe.com


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Welche Farben passen zusammen?

Jede Farbe hat eine bestimmte Wirkung auf uns (siehe Blogartikel: Farbpsychologie). Jedoch wirken Farben auch in Kombination bzw. Wechselwirkung – hier spricht man von verschiedenen Farbkontrasten. Johannes Itten (1888 bis 1967) hat sieben Farbkontraste definiert, die diese Wechselwirkungen beschreiben.

Farbkreis_Itten_1961
Farbkreis nach Johannes Itten
Quelle: Wikipedia.org

Das Wissen zu den verschiedenen Farbkontrasten ist vielleicht bei der Gestaltung für den nächsten Flyer oder das nächste Plakat hilfreich:

Farbe an sich-Kontrast
Der Farbe-an-sich-Kontrast beschreibt die Wechselwirkung von mindestens zwei Farben. Am stärksten ist dieser Kontrast, wenn die Farben Gelb, Blau und Rot nebeneinander genutzt werden. Ein starker Farbe-an-sich-Kontrast wirkt oft bunt, laut, kraftvoll und entschieden. Wenn diese Farben gemischt werden, schwächt sich der Kontrast allerdings ab.

Kalt-Warm-Kontrast
Der Kalt-Warm-Kontrast bezeichnet die unterschiedliche Empfindung von Menschen beim Anblick von Farben. Die beiden Extremwerte des Kalt-Warm-Kontrastes sind Blau-Grün als sehr kalte Farben und Rot-Orange als sehr warme Farben. Versuche haben gezeigt, dass beispielsweise blaue Wände als „kalt“ empfunden werden, bei gleicher Zimmertemperatur orange-rote Wände aber als angenehm „warm“. Kennt man diese Wirkung, kann man mithilfe des Farbkontrastes Temperatureffekte auf der Grafik simulieren.

Hell-Dunkel-Kontrast
Mit dem Hell-Dunkel Kontrast wird ein Effekt bezeichnet, der durch die unterschiedliche Farbhelligkeit zweier Farben entsteht. Dieser Kontrast kommt sowohl bei den als „unbunt“ bezeichneten Farben Schwarz, Weiß und Grau vor wie auch bei Buntfarben vor. Mit Hilfe dieses Kontrastes kann eine gewisse Plastizität erzeugt werden, d.h. es verhilft zur besseren räumlichen Sichtbarkeit.

Qualität-Kontrast
Der Unterschied zwischen klaren und stumpfen Farben wird bei Johannes Itten im Qualitätskontrast beschrieben. Mischt man Schwarz oder Weiß zu Farben hinzu, so erhält man trübere Nuancen. Selbst abgestumpfte Farben entfalten aber beispielsweise neben Grau immer noch ihre Wirkung. Es kommt also auch auf die benachbarten Farben an.

Komplementär-Kontrast
Auf dem Farbkreis von Johannes Itten stehen sich die Komplementärfarben jeweils gegenüber. Die Theorie des Komplementärkontrasts besagt, dass sich diese Farben gegenseitig in ihrer Leuchtkraft bestärken, wenn sie nebeneinander stehen.

Simultan-Kontrast
Der Simultankontrast besagt, dass nebeneinander aufgebrachte, ungemischte Pigmente stärker wirken als gemischte oder als die allein stehenden Pigmente. Dieses Prinzip kann auch als optische Täuschung genutzt werden: wenn z.B. eine weiße Fläche von einer farbigen Fläche umgeben ist, wirkt sie plötzlich nicht mehr so weiß.

Quantität-Kontrast
Der Quantitätskontrast wird auch als Mengenkontrast benannt und beruht – im Unterschied zum Qualitätskontrast – auf der Gegenüberstellung verschieden großer Farbflächen. Farben wirken in unterschiedlichen Größen harmonisch: Rot und Grün kann man z.B. in gleichem Anteil nebeneinander stellen, dagegen sollte bei der Kombination Orange-Blau für einen homogenen Eindruck das Blau überwiegen.


Wer sich nach all den theoretischen Betrachtungen aber immer noch unsicher ist, wie Farben in Kombination wirken, kann das auch praktisch mit Hilfe verschiedener Farbfinder Tools austesten:

ColorSchemer

color.schemer

Die Anwendung ColorSchemer Studio 2 ist für Mac oder Windows für jeweils 49,99 US-Dollar erhältlich. Kernstück des Programms ist ein Farbrad, über das sich Farbharmonien in den Farbräumen RGB fürs Web oder CMYK für Drucksachen herausfinden lassen. Als Grundlage für die Farbwahl können einzelne Farbtöne oder auch Fotos dienen. Zudem kann sich der Nutzer durch bereits fertige Farbschemata inspirieren lassen. Daneben gibt es die Möglichkeit im App Store ColorSchemer Touch für das iPhone oder den iPod touch für 2,99 US-Dollar zu erwerben. Auch einen sozialen Aspekt bietet die Anwendung: über die ColorSchemer Gallery können Nutzer ihre Farbkombinationen hochladen und miteinander teilen. Die englischsprachige Version Color Scheme Designer steht Online zur Verfügung. Hier kann man per Mausklick Farbnuancen auswählen und das Farbharmonie-Schema variieren. Besonders für Webdesigner ist dieses Tool geeignet. Das erstellte Farbschema lässt sich beispielsweise in eine Muster-Website übernehmen. Zudem können sogar mit verschiedenen Einstellungen Sehbehinderungen simuliert werden. Damit kann z.B. veranschaulicht werden, wie Menschen mit Rot-Grün-Blindheit die Farben wahrnehmen.

Adobe Kuler
adobe.kuler
Auf den Adobe Kuler lässt sich zum einen über die Creative Suite von Adobe zugreifen oder ist zum anderen direkt online verfügbar. Hier lassen sich unterschiedliche Farben und ihre Wirkung zueinander über Regler einstellen und vergleichen. Zudem kann auch auf fertige Farbschemata zugegriffen werden. Genauso wie auch bei ColorSchemer kann als Ausgangspunkt ein Foto oder auch nur eine einzelne Farbe dienen. Wenn man einen Account besitzt, können Farbzusammenstellungen auch gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen werden. Wer Photoshop CS nutzt, kann Kuler einfach über „Fenster“ und „Erweiterungen“ aufrufen.

Color Selector
colorselector
Der Color Selector ist ein Farbwähler für Harmoniekontraste. Der Zweck des Color Selectors ist es, zueinander passende Farben zu finden. Die Elemente des Color Selectors sind so angeordnet, dass eine bestimmte Farbkombination anschaulich beurteilt werden kann, bevor sie in ein Layout integriert wird. Es können Zweier-Harmonien, Dreier-Harmonien, Vierer-Harmonien, Auffächerungen und Farbreihen ermittelt werden. Es ist auch möglich, ganz individuelle Farbkombinationen einzustellen. Die aktuelle Vollversion 3.25 bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten und ein Tutorial zur Harmonielehre und ist für 29 Euro erhältlich. Es gibt aber auch eine Shareware, mit der das Programm getestet werden kann.

Und wem das immernoch nicht ausreicht, der kann sich hier noch zu den besten 20 Tools  zur Farbfindung belesen.
Colour your Life!!! :-)


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3Doodler – der erste 3D Printing Pen

Habt ihr Euch nicht schon immer mal gewünscht, einfach etwas in der Luft zu zeichnen und dann zu sehen, wie diese Zeichnung zu einem realen dreidimensionalen Objekt wird?
3Doodler ist der weltweit erste und einzige 3D Printing Pen, mit dem man in 3D zeichnen sowie drucken kann. Man kann damit ganz einfach in der Luft oder auf Oberflächen zeichnen. Lediglich Strom (110V oder 240V) aus der Steckdose ist notwendig. Somit ist es momentan die günstigste Möglichkeit in 3D zu drucken und das für jedermann.

Aber wie funktioniert das Ganze?
Dieser Wunderstift ist gerade mal 18 cm lang, 2,4 cm breit und wiegt keine 200 Gramm.
Aus dem Stift wird heiße Plastik (ASB Plastik, die auch für 3D Drucker genutzt wird) extrudiert, d.h. durch eine Drüse heraus gepresst. Dieser Kunststoff kühlt dann schnell an der Luft ab und schon ist eine stabile Struktur geformt. Am besten fängt man damit an, Objekte auf Papier zu zeichnen. Bereits nach wenigen Stunden wird es möglich sein, etwas kompliziertere Objekte zu formen. Somit bietet der 3Doodler ganz neue Möglichkeiten Objekte zu erschaffen und sich kreativ auszutoben – auch wenn man kein Künstler ist.

3Doodler

& Was kann man damit nun konkret machen?
- Standard 3D Formen und Modelle
- Schmuck, Anhänger, Ornamente
- dekorative Kunst und Kühlschrankmagnete
- Alltagsgegenstände personalisieren (Laptop- oder Smartphone-Hülle)
- oder einfach einen Mini-Eiffelturm bauen (wer nicht ganz so künstlerisch begabt ist, kann sich auch eine entsprechende Schablone unter the3Doodler.com runterladen ;-)

3Doodler_Objekte

Und wer sich jetzt immernoch fragt, wie das bitte funktionieren soll, der schaut am besten das folgende Video an:



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