Farbpsychologie – Wie Farben wirken

Den folgenden Blogartikel möchten wir den verschiedenen Farben und ihrer Wirkung widmen. Jede Farbe hat eine ganz bestimmte Symbolkraft und – ob bewusst oder unbewusst – einen ganz  bestimmten Effekt auf uns. Und genau diese bestimmte Wirkung können Grafiker oder auch Hobby-Bildbearbeiter nutzen, um mit Ihrer Farbwahl eine gewisse Botschaft in Ihrem Layout zu unterstreichen. So kann dieses Wissen z.B. sehr nützlich sein in der Flyergestaltung, Plakatgestaltung oder für das Design anderer Printprodukte.

Die Wirkung der unterschiedlichen Farben ist auf eine lange Tradition in den verschiedenen Kulturen zurückzuführen. Denn was mit einzelnen Farbtönen assoziiert wird, ist von Generation zu Generation weiter getragen worden. So ist Schwarz z.B. in unseren Breitengraden die Farbe für Trauer, während in China mit der Farbe Weiß der Tod und die Trauer symbolisiert wird. Mit Gelbtönen wird Freundlichkeit, Optimismus und Wärme verbunden, weil damit die Sonne assoziiert wird. Da Grün vorherrschend in der Natur zu finden ist, steht diese Farbe für Frische und Vitalität sowie Entspannung. Nicht ohne Grund sind die meisten Wellnessbereiche in Grüntönen gehalten sowie in Weiß, da wir mit Weiß in unserer Kultur Sauberkeit und Reinheit verbinden. Mit Blau wird der Himmel und das Meer assoziiert und steht deswegen für die Ferne und Unendlichkeit sowie für die Kälte. Währenddessen steht Rot durch die Verbindung mit dem Feuer für Wärme. Deswegen ist es auch die Farbe tiefer Emotionen, von Liebe und Leidenschaft bis hin zu Wut und Hass.

  • Grau: Neutralität, Trostlosigkeit, Nüchternheit, Elend, Nachdenklichkeit, Sachlichkeit, Funktionalität, Schlichtheit, unbeteiligt
  • Gelb: Reife, Wärme, Optimismus, Vorwärtsstreben, Heiterkeit, Freundlichkeit, Veränderung, extrovertiert
  • Rot: Aktivität, Dynamik, Gefahr, Temperament, Zorn, Wärme, Leidenschaft, Eroberungswille, Tatendrang, exzentrisch
  • Orange: Freude, Spaß, Lebensbejahung, Ausgelassenheit, fanatisch, aktiv
  • Blau: Harmonie, Zufriedenheit, Ruhe, Passivität, Unendlichkeit, Sauberkeit, Hoffnung
  • Grün: Durchsetzungsvermögen, Frische, Beharrlichkeit, Entspannung, Ruhe, lebensfroh, naturverbunden
  • Violett: Selbstbezogenheit, Eitelkeit, Einsamkeit, Genügsamkeit, introvertiert, statisch
  • Braun: Sinnlichkeit: Bequemlichkeit, Anpassung, Schwere, zurückgezogen
  • Weiß: Reinheit, Sauberkeit, Ordnung, Leichtigkeit, Vollkommenheit, illusionär
  • Schwarz: Negation, Auflehnung, Undurchdringlichkeit, Trauer, Einengung, Abgeschlossenheit, Funktionalität, pessimistisch, hoffnungslos, schwer

Die folgende Abbildung gibt uns einen Überblick über die Wirkung der Farben insbesondere auf unseren Körper:

Psychologie_der_FarbenQuelle: http://www.lichtundfarbe.at


Es ist ratsam die  unterschiedlichen Wirkungen der Farben auf unseren Körper und Geist im tagtäglichen Leben zu berücksichtigen. Insbesondere bei Räumen, in denen wir uns oft aufhalten – also dem eigenen zu Hause – sollte die Farbwahl eine Rolle spielen. Wer sich noch unsicher ist, welche Farben zu den eigenen vier Wänden passen, dem hilft vielleicht die folgende Grafik:


colour Quelle: http://trustmedesigner.com

Farbpsychologie im Marketing

Natürlich macht sich auch die Werbewelt zu nutzen, dass die verschiedenen Farben bestimmte Stimmungen in uns wecken und Emotionen auslösen. Dabei werden die unterschiedlichen Wirkungen der Farben sowohl in der Farbgestaltung der Produkte wie auch im Design des eigenen Firmenlogos berücksichtigt:

Farben_und_MarkenQuelle: http://thelogocompany.net

und das auch aus gutem Grunde!
Schließlich ist die Farbe für 85% der Kunden ein ausschlaggebendes Kriterium für den Kauf eines bestimmtes Produktes. Zudem lassen sich auch anhand der Farben verschiedene Kundengruppen mitsamt Käuferverhalten einteilen, wie in folgender Infografik zu sehen:

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Damit ihr aber nicht nur wisst, wie einzelne Farben wirken, werden wir im nächsten Artikel darüber schreiben, Welche Farben zusammen passen. Dabei können sie sich sowohl harmonisch ergänzen wie auch kontrastreiche Gegensätze symbolisieren. Mit diesem Know-How könnt ihr dann vielleicht sogar Eure eigenen Flyer, Plakate oder Aufkleber designen.
Also Mut zur Farbe! :-)
Wer sich darüber hinaus über aktuelle Trends, Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem Bereich Farbe informieren möchte, kann sich jetzt unter http://www.pantoneview.com/ für einen kostenfreien 30-Tage Test-Account anmelden. Neben einer umfassenden Farbberatung und Marktvalidierung von Farbtrends informiert das Portal über auch über psychologische Hintergründe von Farbtrends.


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Flyergestaltung Step by Step

Was bereits als Flugblatt seit dem 15. Jahrhundert existiert, ist in der heutigen Werbewelt als Flyer gar nicht mehr wegzudenken. Flyer sind günstig zu produzieren, individuell und vielseitig zu gestalten und lassen sich für fast jeden Zweck nutzen. Ob man ein Konzert ankündigen möchte oder ein neues Produkt bewerben will, überall werden diese Werbemittel eingesetzt. Damit Flyer aber auch den gewünschten Effekt erzielen, sind ein paar grundlegende Überlegungen im Voraus notwendig. Vor allem ein ansprechendes Design ist für den Erfolg maßgeblich. Was insbesondere bei der Flyergestaltung zu beachten ist, wird der folgende Blogartikel verraten.

Flyer sind ein- oder beidseitig bedruckt und in fast allen DIN- und Sonderformaten denkbar. Gefaltete Flyer (auch Folder genannt) sind besonders in DIN-A-4 beliebt. Die gängigen Falzmöglichkeiten sind u.a. Einbruchfalz, Fensterfalz, Wickelfalz, Altarfalz sowie der Zickzackfalz (auch Leporello genannt).

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Step 1: Das Konzept
Egal, ob für eigene Zwecke oder im Auftrag, der erste Schritt der Flyer-Produktion ist das Konzept. Die Stichworte lauten hier: Adressat, Anlass, zeitlicher Rahmen, vorhandenes und zu recherchierendes Material, Maße des Endproduktes sowie Druckauftrag erstellen und die Verteilung organisieren. Somit steht das Grundgerüst, das anhand der nächsten Fragen konkretisiert werden kann.

Fünf wichtige Fragen für das Konzept

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1. Wer soll den Flyer lesen?
2. Was wollen die Leser?
3. Was wollen Sie von den Lesern?
4. Was genau wird angeboten?
5. Welche Argumente können die Leser überzeugen?

Umso genauer diese Fragen beantwortet werden, umso höher ist der wahrscheinliche Erfolg des Flyers bzw. der damit verbundenen Aktion.

Step 2: Die Gestaltung
Wenn das Konzept als theoretisches Grundgerüst steht, kann praktisch gestaltet werden. Man muss kein Grafiker sein, um sich seinen eigenen Flyer zu designen. Mit einem Computer, entsprechender Software, etwas Geduld und Experimentierfreude kann man auch ohne Profis zu guten Ergebnissen kommen. Ganz wichtig ist, dass der Flyer klar und übersichtlich gestaltet wird. Neugier wecken lautet die Devise auf der Vorderseite. Eine kreative Grafik (als TIF, EPS oder PDF) steigert häufig die Aufmerksamkeit ebenso wie eine interessante Farbgestaltung. Beim Stichwort Farbe ist anzumerken: Bitte verwendet nur CMYK-Farben und keine RGB-Farben. CMYK sind Druckfarben und RGB Bildschirmfarben (siehe Blogartikel: CMYX und RGB – Erklärung des Farbmodus). Auf der Rückseite sollten Firmenlogo und Adresse, evtl. mit Anfahrtsskizze oder Antwortcoupon, die Kontaktaufnahme anregen. Bei Faltblättern ist weiterhin die erste rechte Innenseite wichtig, weil der Blick automatisch zuerst hier landet. Kurz und knapp sollte hier die eigentliche Botschaft formuliert sein, am besten mit Bild und Text. Es sollten gut lesbare Schriften mit 10-12-Punkt verwendet werden, das gilt besonders für den Grundtext. Bitte verwendet auch nicht zu viel Text und vermischt nicht zu viele Schriftarten. Das Layout sollte übersichtlich und locker sein. Weniger ist mehr ist hier das Motto! Damit alles gut erkennbar ist, sollte eine Auflösung von mindestens 400 dpi gewählt werden. Am besten ist es, wenn ihr gleich zu Beginn die richtigen Pixel einstellt. Ein nachträgliches Hochrechnen bringt meist ungenaue Ergebnisse. Außerdem ist an eine Beschnittzugabe zu denken. Diese Beschnittzugabe wird nach dem Druck weggeschnitten und dient als Spielraum bei etwaigen Schneide- und Verarbeitungsdifferenzen (bis ca. 1 mm). Alle randabfallenden Elemente (Hintergrundflächen, Bilder, Texte) müssen in diesen zusätzlichen Bereich hineinragen. Falls ihr mit Photoshop layoutet, muss der Beschnitt zur Seitengröße hinzugefügt werden.

Step 3: Die Produktion
Wenn die inhaltliche und grafische Gestaltung Eures Flyers abgeschlossen ist, kann es an die Produktion gehen. Aufkommende Fragen sind hier welches Format, welches Papier und welche zusätzliche Optionen gewählt werden sollen. All das hängt vorrangig vom Konzept des Flyers ab, welche Adressaten wie erreichet werden sollen. Wenn ihr den Versand per Post plant, so ist das Papiergewicht aufgrund der Portokosten entscheidend. Soll der Flyer dagegen an Passanten verteilt werden, kann eine schützende Veredelung sinnvoll sein, etwa mit Lack oder Folienkaschierung. Entscheidend ist in jedem Fall der finanzielle Rahmen, der für die Produktion zur Verfügung steht.
Wenn ihr ein geringes Budget zur Verfügung hat, aber trotzdem höchste Druckqualität erwartet, dann empfehlen wir unser aktuelles Angebot: Sponsoring Flyer ab 1,- Euro. Dazu müsst ihr nur im Bestellvorgang den Gutscheincode W4R16MCN eingeben und der Verkaufspreis reduziert sich automatisch um 19,11 Euro. Wenn ihr also 500 Sponsoring Flyer in DIN A6 bestellt, so bezahlt ihr statt 20,11 Euro nur 1,- Euro!!!

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Bei weiteren Fragen rund um das Thema Flyerproduktion und Druck steht das Discountdruck-Team auch gerne telefonisch, per e-mail oder via Facebook mit Rat und Tat zur Verfügung.


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CMYX und RGB – Erklärung des Farbmodus

Nachdem wir über die Wirkung von Farben einzeln und in Kontrasten geschrieben haben, werden wir nun etwas fachspezifischer. In dem folgenden Artikel werden wir den in der Druckbranche geläufigen Begriff „CMYK-Farbraum“ sowie „RGB-Farbraum“ unter die Lupe nehmen. Für den Druck im Offsetdruckverfahren ist die Wahl des richtigen Farbmodus sehr wichtig, damit es zu keinen unvorhersehbaren Farbabweichungen kommt. Damit ihr zukünftig solche Farbabweichungen auf Euren Druckerzeugnissen vermeiden könnt, erläutern wir Euch nun die Besonderheiten der CMYX- und RGB-Farbmodi.

Der Farbmodus in der Theorie

Allgemein kann man zwei relevante Farbmodi unterscheiden: Den additiven RGB-Modus (bestehend aus Rot, Grün und Blau) und den subtraktiven CMYK-Modus (bestehend aus Cyan=Blau, Magenta=Rot, Yellow=Gelb und Key=Keycolour=Schwarz). Im CMYK-Modus wird auch letztlich gedruckt. Im konventionellen Offsetdruckverfahren wird meist via CTP (Computer to Plate) jeweils eine Druckplatte für jede der vier Farben belichtet. Diese Druckplatten werden in das entsprechende Druckwerk eingespannt. Die einzelnen Papierbögen durchlaufen dann die Druckwerke und nacheinander werden alle benötigten Farben aufgebracht. Somit entsteht im Übereinanderdruck der 4 Farben das spätere Gesamtbild.

CMYK-Colour

Quelle: Wikipedia.org

Bei der subtraktiven Farbmischung im CMYK Modus ergibt sich Schwarz durch die Mischung aller Farben. Allerdings ergibt sich aus 100 % Cyan, 100 % Magenta und 100 % Gelb eher ein schmutziges Braun als ein richtiges Schwarz. Deshalb gibt es in diesem Farbsystem zusätzlich die vierte Farbe Schwarz (K = Key).  Damit wird ein reines Schwarz im Druck aus 0 % Cyan, 0 % Magenta, 0 % Gelb und 100 % Schwarz (0|0|0|100) gebildet.

Mit RGB wird vielmehr eine Farbwahrnehmung bezeichnet, wie z.B. am Fernsehbildschirm. Hier werden die drei Grundfarben Blau, Grün und Rot durch Licht „gemischt.“ Durch das Licht entstehen vielfältige Farbeindrücke, weswegen RGB auch als additive Farbmischung bezeichnet wird. Wenn man Blau, Grün und Rot in gleicher Helligkeit addiert, so wird der Farbton Weiß wahrgenommen.

CIE-Normfarbtafel mit RGB-Farbraum
Die CIE-Normfarbtafel mit eingezeichnetem Adobe-RGB-(1998)-Farbraum: Die Farbendarstellung der Grafik dient nur zur Orientierung. Der Adobe-RGB-(1998)-Farbraum umfasst nur die Farben innerhalb des eingezeichneten Dreiecks und enthält einen beträchtlichen Anteil wahrnehmbarer Farben nicht.
Quelle: http://de.wikipedia.org

Der Farbmodus in der Praxis

Es ist zu beachten, dass die meisten Bilddaten wie z.B. Fotos von der Digitalkamera erst einmal im RGB-Modus vorliegen. Um diese Bilddaten im Offsetdruck ohne Farbabweichungen drucken zu können, müssen sie daher in den CMYK-Modus umgewandelt werden. Jedoch ist der CMYK-Farbraum kleiner als der RGB-Farbraum, daher können im Offsetdruck nicht alle am Monitor verfügbaren Farben reproduziert werden. Normalerweise werden entsprechende ICC-Profile verwendet, damit das Farbergebnis auf allen Ein- und Ausgabegeräten möglichst identisch ist. Mit Grafikprogrammen wie Adobe Photoshop oder InDesign lässt sich das zu erwartende Druckergebnis fast simulieren. Allerdings ist ein kalibrierter Monitor dafür Voraussetzung. Wenn ihr komplette Flyer, Plakate oder andere Druckprodukte nur in schwarz-weißem Layout drucken wollt, dann ist auf Folgendes zu achten: Entweder müssen die Daten als Graustufendokument gespeichert werden oder im CMYK-Modus lediglich mit Farbinformationen im Schwarzkanal angelegt werden. Denn wenn Cyan, Magenta oder Yellow mit ins Spiel kommen, entstehen aus dieser Mischung eher dunkle Braun- oder Blautöne anstatt ein tiefes Schwarz.

Der Druck mit Sonderfarben

Mit dem CMYK-Modus lassen sich zwar vielfältige Farben mischen, jedoch ist es damit nicht möglich das gesamte Farbspektrum abzubilden. Ganz spezifische Farbtöne sind aber insbesondere dann wichtig, wenn Sie im Erscheinungsbild des Unternehmens (Logo) auftreten. Damit man z.B. bei Briefumschlägen (link) das sogenannte Corporate Design einhalten kann, empfiehlt sich hier der Druck mit Sonderfarben. Diese Sonderfarben sind vordefinierte Farbtöne, die mit Nummern bezeichnet werden. Als gängige Sonderfarben gibt es den Farbkatalog der HKS Farben (http://www.hksfarben.de/) sowie der Pantone Farben (http://www.pantone.de/).

hks-farbenpantone2

Bei Discountdruck kann man z.B. Briefumschläge mit einer Sonderfarbe anlegen. Wenn ihr dieses Produkt mit einer HKS-Sonderfarbe gewählt habt, dann legt diese Sonderfarbe einfach im Dokument als Volltonfarbe mit der exakten Bezeichnung ohne Leerstellen (z.B. HKS13) an. Im späteren Bestellvorgang muss der HKS-Farbwert zusätzlich im dafür vorgesehenen Auswahlfeld angegeben werden. Mit diesen Sonderfarben ist es möglich, Farbtöne zu drucken, die außerhalb des CMYK-Farbbereichs liegen. Somit ist es auch möglich, Effektfarben oder sehr gesättigte Farben auf die unterschiedlichen Materialien zu drucken. Beim Anlegen dieser Sonderfarbe in der Bilddatei solltest du vermeiden, dass bereits eine andere Prozessfarbe überdruckend angelegt wird. Also sollte die „Überdrucken-Funktion“ deaktiviert sein. Ansonsten kann es passieren, dass angelegte Objekte verdeckt werden oder das Farbergebnis der Sonderfarbe beeinträchtigt wird.

Bei der Verwendung von Sonderfarben in den Druckdaten empfiehlt sich daher dringend, die Ausgabevorschau der jeweiligen Software zu bemühen. So können schwerwiegende Fehler vermieden werden. Dafür bieten wir z.B. immer einen kostenlosen Datenproof: Screenproof bei Discountdruck:


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Welche Farben passen zusammen?

Jede Farbe hat eine bestimmte Wirkung auf uns (siehe Blogartikel: Farbpsychologie). Jedoch wirken Farben auch in Kombination bzw. Wechselwirkung – hier spricht man von verschiedenen Farbkontrasten. Johannes Itten (1888 bis 1967) hat sieben Farbkontraste definiert, die diese Wechselwirkungen beschreiben.

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Farbkreis nach Johannes Itten
Quelle: Wikipedia.org

Das Wissen zu den verschiedenen Farbkontrasten ist vielleicht bei der Gestaltung für den nächsten Flyer oder das nächste Plakat hilfreich:

Farbe an sich-Kontrast
Der Farbe-an-sich-Kontrast beschreibt die Wechselwirkung von mindestens zwei Farben. Am stärksten ist dieser Kontrast, wenn die Farben Gelb, Blau und Rot nebeneinander genutzt werden. Ein starker Farbe-an-sich-Kontrast wirkt oft bunt, laut, kraftvoll und entschieden. Wenn diese Farben gemischt werden, schwächt sich der Kontrast allerdings ab.

Kalt-Warm-Kontrast
Der Kalt-Warm-Kontrast bezeichnet die unterschiedliche Empfindung von Menschen beim Anblick von Farben. Die beiden Extremwerte des Kalt-Warm-Kontrastes sind Blau-Grün als sehr kalte Farben und Rot-Orange als sehr warme Farben. Versuche haben gezeigt, dass beispielsweise blaue Wände als „kalt“ empfunden werden, bei gleicher Zimmertemperatur orange-rote Wände aber als angenehm „warm“. Kennt man diese Wirkung, kann man mithilfe des Farbkontrastes Temperatureffekte auf der Grafik simulieren.

Hell-Dunkel-Kontrast
Mit dem Hell-Dunkel Kontrast wird ein Effekt bezeichnet, der durch die unterschiedliche Farbhelligkeit zweier Farben entsteht. Dieser Kontrast kommt sowohl bei den als „unbunt“ bezeichneten Farben Schwarz, Weiß und Grau vor wie auch bei Buntfarben vor. Mit Hilfe dieses Kontrastes kann eine gewisse Plastizität erzeugt werden, d.h. es verhilft zur besseren räumlichen Sichtbarkeit.

Qualität-Kontrast
Der Unterschied zwischen klaren und stumpfen Farben wird bei Johannes Itten im Qualitätskontrast beschrieben. Mischt man Schwarz oder Weiß zu Farben hinzu, so erhält man trübere Nuancen. Selbst abgestumpfte Farben entfalten aber beispielsweise neben Grau immer noch ihre Wirkung. Es kommt also auch auf die benachbarten Farben an.

Komplementär-Kontrast
Auf dem Farbkreis von Johannes Itten stehen sich die Komplementärfarben jeweils gegenüber. Die Theorie des Komplementärkontrasts besagt, dass sich diese Farben gegenseitig in ihrer Leuchtkraft bestärken, wenn sie nebeneinander stehen.

Simultan-Kontrast
Der Simultankontrast besagt, dass nebeneinander aufgebrachte, ungemischte Pigmente stärker wirken als gemischte oder als die allein stehenden Pigmente. Dieses Prinzip kann auch als optische Täuschung genutzt werden: wenn z.B. eine weiße Fläche von einer farbigen Fläche umgeben ist, wirkt sie plötzlich nicht mehr so weiß.

Quantität-Kontrast
Der Quantitätskontrast wird auch als Mengenkontrast benannt und beruht – im Unterschied zum Qualitätskontrast – auf der Gegenüberstellung verschieden großer Farbflächen. Farben wirken in unterschiedlichen Größen harmonisch: Rot und Grün kann man z.B. in gleichem Anteil nebeneinander stellen, dagegen sollte bei der Kombination Orange-Blau für einen homogenen Eindruck das Blau überwiegen.


Wer sich nach all den theoretischen Betrachtungen aber immer noch unsicher ist, wie Farben in Kombination wirken, kann das auch praktisch mit Hilfe verschiedener Farbfinder Tools austesten:

ColorSchemer

color.schemer

Die Anwendung ColorSchemer Studio 2 ist für Mac oder Windows für jeweils 49,99 US-Dollar erhältlich. Kernstück des Programms ist ein Farbrad, über das sich Farbharmonien in den Farbräumen RGB fürs Web oder CMYK für Drucksachen herausfinden lassen. Als Grundlage für die Farbwahl können einzelne Farbtöne oder auch Fotos dienen. Zudem kann sich der Nutzer durch bereits fertige Farbschemata inspirieren lassen. Daneben gibt es die Möglichkeit im App Store ColorSchemer Touch für das iPhone oder den iPod touch für 2,99 US-Dollar zu erwerben. Auch einen sozialen Aspekt bietet die Anwendung: über die ColorSchemer Gallery können Nutzer ihre Farbkombinationen hochladen und miteinander teilen. Die englischsprachige Version Color Scheme Designer steht Online zur Verfügung. Hier kann man per Mausklick Farbnuancen auswählen und das Farbharmonie-Schema variieren. Besonders für Webdesigner ist dieses Tool geeignet. Das erstellte Farbschema lässt sich beispielsweise in eine Muster-Website übernehmen. Zudem können sogar mit verschiedenen Einstellungen Sehbehinderungen simuliert werden. Damit kann z.B. veranschaulicht werden, wie Menschen mit Rot-Grün-Blindheit die Farben wahrnehmen.

Adobe Kuler
adobe.kuler
Auf den Adobe Kuler lässt sich zum einen über die Creative Suite von Adobe zugreifen oder ist zum anderen direkt online verfügbar. Hier lassen sich unterschiedliche Farben und ihre Wirkung zueinander über Regler einstellen und vergleichen. Zudem kann auch auf fertige Farbschemata zugegriffen werden. Genauso wie auch bei ColorSchemer kann als Ausgangspunkt ein Foto oder auch nur eine einzelne Farbe dienen. Wenn man einen Account besitzt, können Farbzusammenstellungen auch gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen werden. Wer Photoshop CS nutzt, kann Kuler einfach über „Fenster“ und „Erweiterungen“ aufrufen.

Color Selector
colorselector
Der Color Selector ist ein Farbwähler für Harmoniekontraste. Der Zweck des Color Selectors ist es, zueinander passende Farben zu finden. Die Elemente des Color Selectors sind so angeordnet, dass eine bestimmte Farbkombination anschaulich beurteilt werden kann, bevor sie in ein Layout integriert wird. Es können Zweier-Harmonien, Dreier-Harmonien, Vierer-Harmonien, Auffächerungen und Farbreihen ermittelt werden. Es ist auch möglich, ganz individuelle Farbkombinationen einzustellen. Die aktuelle Vollversion 3.25 bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten und ein Tutorial zur Harmonielehre und ist für 29 Euro erhältlich. Es gibt aber auch eine Shareware, mit der das Programm getestet werden kann.

Und wem das immernoch nicht ausreicht, der kann sich hier noch zu den besten 20 Tools  zur Farbfindung belesen.
Colour your Life!!! :-)


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Tastaturkürzel für Mac und Windows – Die wichtigsten Shortcuts im Überblick

Damit ihr zukünftig noch schneller und effizienter am Computer arbeiten könnt, werden wir den folgenden Blogartikel den Tastaturkürzeln der verschiedenen Betriebssysteme widmen. Ihr werdet hier also eine Übersicht für alle wichtigen Shortcuts, sowohl für Windows als auch für Mac OS X erhalten.

Falls ihr auch so gut wie täglich am PC oder vor dem Laptop sitzt und bereits eine sogenannte Maushand habt, ist es vielleicht nützlich zukünftig öfter mit den Tastaturkürzeln zu arbeiten. Somit könnt ihr nicht nur schneller arbeiten, sondern könnt euch sogar manchmal aus fast aussichtslosen Situationen retten, wenn z.B. der Computer abgestürzt ist oder nicht mehr neu starten will. Daneben sind selbstverständlich auch Sonderzeichen über Tastenkombinationen schneller einzufügen. Die folgenden Übersichten werden Euch helfen, immer die richtigen Shortcuts – egal ob für Mac OS X oder für Windows – zu finden!

Tastaturkürzel für Mac OS X

apple

Tastenkombination Bewirkt
Apfel + H Vorderes Fenster verstecken
Apfel + Alt + H Alle Fenster außer dem aktiven verstecken
Apfel + N Neues Fenster/neue Datei
Apfel + Shift + N Neuer Ordner
Apfel + W Fenster schließen
Apfel + Alt + W Alle Fenster schließen
Apfel + M Fenster in das Dock legen
Apfel + Alt + M Alle Fenster in das Dock legen
Apfel + Q Programm beenden
Apfel + Shift + 3 Screenshot des gesamten Bildschirms
Apfel + Shift + 4 Screenshot eines Bereiches
Apfel + C Kopieren
Apfel + V Einsetzen
Apfel + X Ausschneiden
Ctrl + Auswurftaste Auschalten (nur auf der Apple Pro Tastatur)
Alt + Papierkorb-Menü “Papierkorb entleeren” Geschützte Objekte werden gelöscht
Apfel + Z Letzte Aktion rückgängig machen
Apfel + O Öffnen einer Datei, Programm etc.
Apfel + K Mit Server verbinden (im Finder/Desktop)
Bei Problemen
Apfel + . Laufenden Vorgang abbrechen
Apfel + Alt + Esc Programm abrupt beenden
Apfel + Alt + Shift + Auswurftaste Zwangsweiser Neustart (normale Tastatur)
Apfel + Alt + Auswurftaste Zwangsweiser Neustart (Apple Pro Tastatur)
Apfel + Alt + Ctrl + Auswurftaste Rechner sofort herunterfahren ohne Nachfrage
Beim Systemstart
Einschalten + Alt gedrückt halten Auswahl des Bootmediums (CD, Festplatte)
Einschalten + C gedrückt halten Vom internen CD/DVD Laufwerk starten
Apfel + Alt + P + R (gedrückt halten bis zweiter Startton erklingt) Parameter RAM löschen
Apfel + Alt + Shift + Backspace Umgehen des Startvolumes


Tastaturbefehle für Windows

windows

Tastenkombination Bewirkt
Strg + F Suchen
Strg + G Gehe zu/Weitersuchen
Win + F Öffnet Suchassistenten
Win + D Alle Fenster minimieren oder wiederherstellen
Win + E Öffnet den Windows Explorer
Win + Pause Öffnet die Systemeigenschaften
Win + L PC sperren
Win + Q Benutzer wechseln
Shift + Entf Sofort löschen, ohne Papierkorb
Alt + Return zeigt Eigenschaften eines markierten Objekts an
Druck Screenshot des gesamten Bildschirms
Alt + Druck Screenshot eines Bereiches
Strg + C Kopieren
Strg + V Einsetzen
Strg + X Ausschneiden
Strg + Z Letzte Aktion rückgängig machen
Bei Problemen
Alt + F4 Anwendung bzw. Windows beenden
Alt + Tab laufende Anwendungen anzeigen und wechseln
Einlegen einer CD + Shift Unterbindet Autostart der CD

Und natürlich wollen wir die Tastaturkürzel für Sonderzeichen nicht vergessen:

Sonderzeichen per Tastaturkürzel unter Mac OS X
Bei Mac OS X hilft auf der Suche nach dem richtigen Sonderzeichen das Menü „Tastaturübersicht“, das man seit der Panther-Version (v10.3) hinter dem Zeichen der Landesflagge sieht. Falls Ihr die Flagge nicht sehen könnt, braucht ihr diese nur unter dem Punkt “Landeseinstellungen” in den Systemeinstelllungen des Tastaturmenüs aktivieren. Also einfach den Haken im Reiter „Tastaturmenü“ vor der Tastaturübersicht setzen und dann das Häkchen bei “Tastaturmenü in der Menüleiste anzeigen” aktivieren. Übrigens lässt sich hier auch die Zeichenpalette aktivieren. Damit lassen sich auch Sonderzeichen in den Text einfügen, die auf der Tastatur nicht zu finden sind. Nichtsdestotrotz gibt es sehr viele Sonderzeichen, die man auf die Schnelle via Tastenkürzel einfügen kann:

Zeichen Tastenkombinationen Deutsch
„ (Dt. Anführungszeichen Anfang) shift-alt-W
“ (Dt. Anführungszeichen Ende) alt-2 (⌥-2)
‚ (Einfaches Anführungszeichen nten) alt-s (⌥-s)
‘ (Einfaches Anführungszeichen oben) alt-# (⌥-#)
» (Frz. Anführungszeichen Anfang) shift-alt-Q
« (Frz. Anführungszeichen Ende) alt-q (⌥-q)
› (Frz. einfache Anführungszeichen Anfang) shift-alt-N (⇧⌥-n)
‹ (Frz. einfache Anführungszeichen Ende) shift-alt-B (⇧⌥-b)
alt-3 (⌥-3)
¢ alt-4 (⌥-4)
[ alt-5 (⌥-5)
] alt-6 (⌥-6)
| alt-7 (⌥-7)
{ alt-8 (⌥-8)
} alt-9 (⌥-9)
~ alt-n Leertaste (⌥-n Leertaste) (nacheinander)
alt-t (⌥-t)
alt-. (⌥-.)
\ (Backspace) shift-alt-7
alt-ü (⌥-ü)
© alt-g (⌥-g)
– (Gedankenstrich) alt– (⌥–)


Sonderzeichen per Tastaturkürzel unter Windows
Bei Windows erhaltet ihr eine Übersicht über alle, für eine bestimmte Schriftart verfügbaren Zeichen, wenn ihr im Startmenü auf “Alle Programme” klickt und dann im Menüpunkt “Zubehör” auf “Systemprogramme” geht. Hier findet ihr die sogenannte “Zeichentabelle”. Darin könnt ihr die benötigten Zeichen aus der Zeichentabelle kopieren und in Euer Textdokument einfügen. Alternativ kann man bei gedrückter Alt-Taste für ein Sonderzeichen den Zeichencode aus der Unicode-Tabelle einfügen. Dieser Zeichencode wird nach Auswahl des entsprechenden Sonderzeichens auch unten eingeblendet.

Damit Euch diese vielen Tastaturkürzel zukünftig immer griffbereit zur Verfügung stehen, haben wir Euch hier eine Übersicht zum Download vorbereitet:
Shortcuts_Download


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