Kleine Tipps für Ihre Gestaltung

Im Allgemeinen:

Schon in der Antike entstanden Vorstellungen über Harmonie und Ästhetik von Größenverhältnissen (Proportionen), die vor allem in der Renaissance und im Klassizismus wieder aufgegriffen und weiterentwickelt wurden. Am Anfang der Gestaltung steht die Gestaltungsidee. Die Qualität einer Gestaltung hängt nicht nur von ihrer Neuigkeit  sondern auch von ihrer Originalität ab. Eine geniale Idee ist wertlos, wenn sie zum Beispiel dem Corporate Design des Auftraggebers widerspricht oder im vorgesehenen Druckverfahren nicht produzier werden kann. Wichtig sind die Positionierungen und Gewichtungen auf der Fläche, Bildgrößen, Textanordnungen, Satzarten, Schriftgröße und Farben.

Gestaltungsgrundlagen:

Durch die Platzierung von Elementen (Bildern, grafischen Objekten, Textblöcken) in der Fläche entstehen unterschiedliche Wirkungen. Die Anordnung in der Mitte wirkt ruhig, neutral und spannungslos. Dynamische, spannungsreiche Wirkungen entstehen, wenn Objekte weder mittig noch sonst in irgendeiner Weise symmetrisch angeordnet sind und auch keine als harmonisch empfundenen Verhältnisse wie der goldene Schnitt vorliegen. Wird ein Element oben in der Fläche angeordnet, wirkt es leichter, wird es unten angeordnet, ist die Wirkung schwerer. Dabei spielt aber auch die Farbe eine wichtige Rolle. Für Linien gilt sinngemäß dasselbe wie für Hoch- und Querformate: Horizontale Linien erscheinen eher passiv und ruhend, vertikale eher aktiv und aufstrebend. Für die Verwendung von Gestaltungsrastern sprechen neben gestalterischen auch praktische Gründe. Bei der Aufteilung jeder Seite einer Broschüre würde es unnötig Zeit verschwenden, immer wieder bei Null anzufangen.

Verwendung von Schriften:

Bei längeren Texten ist eine gute und flüssige Lesbarkeit das oberste Kriterium für die Schriftwahl. Auf Visitenkarten oder auf Plakaten sind die Gestaltungsspielräume viel größer, denn einige Wörter lassen sich auch bei Verwendung ungewöhnlicher Schriften meist noch mühelos erfassen. Die Schrift sollte aber auch dem Inhalt des Textes angemessen sein, so passt zu Beispiel eine Schreibschrift gut für ein Gedicht, nicht aber für Visitenkartentexte. Schriften werden nach ihrem Verwendungszweck in drei Gruppen eingeteilt:  Konsultationsgrößen etwa 6 bis 8 Punkt, Lesegrößen etwa 9 bis 12 Punkt und Schaugrößen größer als 12 Punkt. Der Zeilenabstand sollte bei Lesetexten zwischen 115% und 130% er Schriftgröße liegen. Zusätzlich sollte man beachten, dass man mit Schriftmischungen generell sparsam umgeht, denn zahlreiche Schriften und Schnitte erhöhen keineswegs die Übersichtlichkeit.


 
 

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